Wirkung von kolloidalem Silber
Autorin: Sieglinde (Katha) Böck
Inhaberin des Kolloidales Silber Shops · Spezialistin für kolloidales Silber mit mehr als 30 Jahren praktischer Erfahrung · Mehr über die Autorin →
Zuletzt aktualisiert: August 2026
Alles über die Wirkung des Silberwassers
Bevor wir über Anwendung und Herstellung des kolloidalen Silbers berichten, möchten wir uns zunächst ausführlich mit seiner Wirkung beschäftigen. Silber ist seit Langem für seine besonderen antimikrobiellen Eigenschaften bekannt und deshalb Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen.
In Laboruntersuchungen mit kolloidalem Silber und Silbernanopartikeln wurden Effekte gegenüber verschiedenen Bakterien – darunter auch resistente Stämme – sowie gegenüber bestimmten Pilzen und Viren beobachtet. Wie ausgeprägt diese Effekte sind, hängt unter anderem von der Herstellungsweise, der Konzentration, der Größe und der Beschaffenheit der Silberpartikel ab.
Die bisherigen Ergebnisse bilden die Grundlage für die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Wirkung von kolloidalem Silber. Bei ihrer Einordnung ist zu berücksichtigen, dass sie überwiegend unter Laborbedingungen gewonnen wurden.

Wie entstehen die antimikrobiellen Effekte?
Wie die antimikrobiellen Effekte von Silber genau entstehen, ist noch nicht in allen Einzelheiten geklärt. In wissenschaftlichen Untersuchungen werden insbesondere folgende Mechanismen beschrieben:
- Silbernanopartikel können Silberionen freisetzen.
- Silberionen und Silberpartikel können mit Zellmembranen und Proteinen von Mikroorganismen wechselwirken.
- Dabei können oxidative Prozesse entstehen, welche die untersuchten Mikroorganismen beeinträchtigen.
- Das Ausmaß dieser Effekte hängt unter anderem von der Konzentration, der Größe, der Form und der Oberflächenbeschaffenheit der Silberpartikel ab.
Ausgewählte wissenschaftliche Studien
Die folgenden Veröffentlichungen untersuchten unterschiedliche Präparate mit kolloidalem Silber beziehungsweise Silbernanopartikeln. Die Ergebnisse müssen daher immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Zusammensetzung, Herstellungsweise und Versuchsanordnung betrachtet werden.
Kolloidales Silber und multiresistente Bakterien: Domínguez et al. untersuchten 2020 die antibakterielle Aktivität von kolloidalem Silber gegenüber insgesamt 270 grampositiven und gramnegativen Bakterienstämmen. Darunter befanden sich auch verschiedene multiresistente Stämme. Unter Laborbedingungen zeigte das untersuchte kolloidale Silber eine konzentrationsabhängige antibakterielle Aktivität.
„Antibacterial Activity of Colloidal Silver against Gram-Negative and Gram-Positive Bacteria“
Silbernanopartikel und resistente Bakterienstämme: Cavassin et al. untersuchten 2015 die Aktivität von Silbernanopartikeln gegenüber 36 empfindlichen und 54 multiresistenten klinischen Bakterienstämmen. Die Ergebnisse zeigten eine antibakterielle Aktivität, deren Ausmaß auch von der jeweils verwendeten Untersuchungsmethode abhing.
„Comparison of methods to detect the in vitro activity of silver nanoparticles against multidrug resistant bacteria“
Silbernanopartikel und resistente Candida-Arten: Artunduaga Bonilla et al. untersuchten 2015 die Wirkung von Silbernanopartikeln auf die gegen Fluconazol resistenten Pilzarten Candida glabrata und Candida krusei. Unter Laborbedingungen wurde eine konzentrationsabhängige antimykotische Aktivität beobachtet.
„In vitro antifungal activity of silver nanoparticles against fluconazole-resistant Candida species“
Silbernanopartikel und Influenza-A-Viren: Xiang et al. untersuchten 2011 Silbernanopartikel in Zellkulturversuchen mit dem Influenza-A-Virus H1N1. Dabei wurden hemmende Effekte auf das untersuchte Virus beobachtet.
„Inhibitory effects of silver nanoparticles on H1N1 influenza A virus in vitro“
Übersicht über die antiviralen Eigenschaften: Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit von Luceri et al. aus dem Jahr 2023 fasst Untersuchungen zu den antiviralen Eigenschaften von Silbernanopartikeln und den diskutierten Wirkmechanismen zusammen. Die Autoren weisen zugleich auf den weiteren Forschungsbedarf zur Wirksamkeit und Sicherheit hin.
„Silver Nanoparticles: Review of Antiviral Properties, Mechanism of Action and Applications“
Klinische Erkenntnisse zur Anwendung bei Menschen und Tieren sind bislang begrenzt.
Partikelgröße und Frische
Als Nanopartikel werden allgemein Teilchen mit einer Größe von etwa 1 bis 100 Nanometern bezeichnet. Aufgrund ihrer geringen Größe besitzen sie im Verhältnis zu ihrem Volumen eine besonders große Oberfläche. Die Partikelgröße kann daher einen Einfluss auf die unter Laborbedingungen beobachteten Eigenschaften haben.
Mit zunehmender Lagerdauer können sich einzelne Silberpartikel miteinander verbinden und größere Einheiten bilden. Dadurch können sich ihre Verteilung und ihre Eigenschaften verändern. Wie schnell dies geschieht, hängt unter anderem von der Herstellung, der Zusammensetzung und den Lagerbedingungen ab.
Aus diesem Grund produzieren wir unser kolloidales Silber immer frisch auf Bestellung. Aufgrund unserer langjährigen praktischen Erfahrung empfehlen wir, das Silberwasser möglichst frisch und vorzugsweise innerhalb der ersten drei Monate zu verwenden. Auch danach kann es weiterhin aufbewahrt werden, seine Beschaffenheit kann sich mit zunehmender Lagerdauer jedoch verändern.
Nun wissen Sie einiges über die Eigenschaften und die in Laboruntersuchungen beobachteten Effekte von kolloidalem Silber. Weitere wichtige Informationen finden Sie auf unseren Seiten zur Anwendung und zur Herstellung.